Verfasst von: lennartkrippner | Februar 27, 2009

Nordinsel NZ

Nachdem wir uns auf der Südinsel zuletzt in einen Rausch gefahren hatten, um die Strecken zu bewältigen, ließ es sich auf der Nordinsel ein wenig gemütlicher angehen. Lange nicht so reich an landschaftlichen Höhepunkten haben wir uns auf der Nordinsel für 5 ausgewählte Stationen entschieden: Wellington, Taupo, Rotorua, Ranglan und Auckland. Da sich die Strecken auf der Nordinsel auch wesentlich schneller bewältigen lassen (da es nicht die ganze Zeit rechts, links, hoch und runter geht), waren wir insgesamt nicht in einer solchen Zeitnot, wie auf der Südinsel.

Wellington bekommt, wie die meisten Städte in Neuseeland das Prädikat „ganz nett“. Aber so wirklich viel los ist in neuseeländischen Städten nicht (Auckland ausgenommen). Jedoch muss man dazu sagen, dass wir auch nicht wirklich lange in Wellington waren (Mittags angekommen, abends weiter), da wir am Anfang noch dachten, wir müssen wieder möglichst schnell, möglichst viele Kilometer machen….Sprich wir sind rein, haben eine Runde gedreht (zu Fuß durch die Innenstadt) haben den Weltrekord in „Fotos pro Minute“ klar überboten und haben uns weiter gemacht. Somit hatten wir auch leider keine Zeit uns auf die Suche nach den „Herr der Ringe“ – Drehorten zu machen.

Wellington

Wellington

Nächster Halt hieß Taupo. Taupo liegt am Lake Taupo (man glaubt es kaum), dem größter See Neuseelands, ziemlich in der Mitte der Nordinsel. Etwas südlich des Sees befindet sich Mt. Ruapehu, der mit einer Höhe von 2797m den höchsten Gipfel der Nordinsel stellt. Ansonsten ist die Nordinsel eher flacher angelegt, als die Südinsel mit den Southern Alps. Und auch nicht ganz so grün, wie die regenreiche Westküste der Südinsel.

Mt Ruapehu (2797m)

Mt Ruapehu (2797m)

Taupo wurde in erster Linie aus einem Grund angefahren: Skydiving.

Taupo ist mit mehr als 30 000 Sprüngen pro Jahr(!) die Skydive-Hauptstadt der Welt. Und da dies ja noch auf der „To Do“ Liste stand, dachten wir uns ist das eine gute Gelegenheit. Also wieder mal die Hände ins Portemonaie gesteckt und schon konnte der Spaß losgehen. (Wir sind Mittags um 13 Uhr in Taupo angekommen und um 15 Uhr sind wir gesprungen).

Anzug und Gurte anlegen, kurze Instruktion vom Sprungpartner (Tandemsprung) und zack saßen wir im Flieger. Keine 5 min später waren wir auf 15 000 ft (ca. 4600m) angekommen und die Tür vom Flieger öffnet sich… Da ich vom Bungee den Sprung ins Nichts bereits gewohnt war, war ich wirklich erstaunlich unaufgeregt. Als ich dann auf der Kante saß und ich „rausgesprungen wurde“ (Da man an seinem Sprungleiter befestigt ist kann man den Absprung nicht selbst bestimmen) war einfach nur noch genießen angesagt. Mal wieder beeindruckend, wenn man da mit 200 km/h der Erde entgegenrast. Und diesmal nicht 3-5 sondern 60 sec. 60 Sekunden Freefall (ohne das sich der Schirm öffnet) und dann noch mal weitere 5-7 min am Fallschirm. Wenn es nichct so teuer gewesen wäre, wäre ich am liebsten direkt noch mal hoch…

FREEFALL aus 4600m..... Yiiiiihhhaaaaaaa

FREEFALL aus 4600m..... Yiiiiihhhaaaaaaa

Was war nun besser, Bungee oder Skydive. Schwierig zu sagen. Vom Erlebnis ist Skydiving natürlich klar im Vorteil. Der Fall dauert wesentlich länger und danach hat man am Fallschirm noch eine nette Aussicht. Jedoch ist der Bungee Jump eine höhere persönlichere Herausforderung. Wie bereits beschrieben, wird man beim Skydive praktisch gesprungen, während einem beim Bungee Jump keiner hilft. Man muss schon von alleine in den Abgrund springen. Und das ist beim Ersten mal schon eine nicht zu geringe Überwindung…

Danach ging es dann nach Rotorua. Ebenfalls ganz nett. Dort haben wir mit Rafting einen weiteren Punkt auf der „To-Do“ – Liste abgehakt.. hehe. Ja, wie man sieht ist Neuseeland eine große Spielwiese gespickt mit landschaftlichen Augenschmäusen. Wenn man nicht aufpasst, ist man ganz schnell arm.

2 Sec später waren sie komplett im Wasser begraben...

2 Sec später waren sie komplett im Wasser begraben...

Nach diesem weiteren spaßigem Erlebnis ging es nach Raglan. Raglan ist Neuseelands Surfspot Nummer 1. Ähnlich wie Byron Bay in Australien ist Raglan ein kleines beschauliches Dorf/Städtchen mit einem netten, idyllischen Flair. Dort haben wir zwei Tage verbracht und uns mal wieder auf die Bretter geschwungen um ein wenig zu surfen. Ist ja schon etwas länger her gewesen, dass wir unsere Künste in den Wellen bewiesen haben.

Ein Mann und sein Board. Was braucht es mehr zum surfen...

Ein Mann und sein Board. Was braucht es mehr zum surfen...

Zum Abschluss der Nordinsel und Neuseelands gab es dann doch noch eine pulsierende neuseeländische Stadt: Auckland (1,2 Mio Einwohner).

Auckland

Auckland

In Auckland hatten wir weitere 2 Tage, bevor uns der nächste Flug nach Nadi brachte. Etwas müde vom vielen Reisen, haben wir dann in Auckland kein großes Sightseeing mehr betrieben. Einmal war es mal wieder an der Zeit ein wenig Internetpost zu beantworten und sich bei ein paar Leuten zu melden. Und dann habe ich mich noch mit einem Freund, mit dem ich zusammen an der Sunshine Coast studiert habe (Kölner) getroffen. Vinny macht gerade in Auckland bei der Winton Rufer Fußballschule ein Praktikum.

Ansonsten hat mir Auckland aber entgegen einiger Erfahrungsberichte anderer ganz gut gefallen. Die Innenstadt ist nett und sauber. Das Essen ist gut und vor allem unverschämt günstig! Bestes Beispiel: Mc Donalds. Ein Mc Attack (bestehend aus 2 Big Macs, einer Pommes und einem Getränk) kostet 11 NZ Dollar! Das sind ca. 4,40 Euro. Da muss man schon gehörig aufpassen nicht jeden Tag da zu landen… Aber da wir seit Australien ja auch auf dem Sushi-Trip sind, hatten wir da auch ein gewisses Gegengewicht!

Bei Burger King gab es den Summer Stunner (bestehend aus einem Wopper jr., einer Pommes, einem Getränk und einem Eis) für 5 NZ Dollar (2 Euro!).

Aber keine Angst: Ich bin nicht kugelrund geworden.. hehe. Die Fotos sollten es beweisen. Und ja Mama (und Oma) ich esse auch immer schön Obst und Gemüse! Und die Zähne putze ich mir auch ;)

Wie ist Neuseeland im Gedächtnis geblieben? Traumhafte Landschaften, sehr ruhig, und für uns leider etwas hektisch. Hier ein Rat für alle die beabsichtigen einmal nach Neuseeland zu reisen. Entweder ausreichend Zeit einpacken oder sich auf eine Insel beschränken. Es ist wirklich ein wunderschönes Land. Aber Neuseeland ist gerade (neben den Funsport -Aktivitäten) besonders für seine wunderbaren Wanderstrecken bekannt. Da diese (die bekannten, schönen Strecken) oft zwischen 3 und 5 Tagen dauern, können diese hautnahen Erkundungen Neuseelands leider nur mit ausreichend Zeit erlebet werden. Ich fühle mich ein bisschen so, als ob ich nur an der Oberfläche Neuseelands kratzen konnte. Nichts desto trotz haben wir viele schöne Sachen gesehen und erlebt und ich bin wie immer dankbar und froh das ich diese Zeit erleben durfte.

Und da in unsere nächsten Destination viel Zeit zum relaxen gegeben war, war der „Stress“ in NZ schon bald vergessen und es blieben die schönen Erinnerungen!

Lennart

PS: Artikel von Fiji ist bereits morgen oder übermorgen online! Jetzt geht es mal wieder zack zack!

@ Opa : Von diesem Jobangebot habe ich auch vernommen… Hört sich nicht schlecht an. Ich werde mich mal an meine Bewerbung machen.. :)

@ Eis: Was ist da los ??? Beleidigt wegen den fehlenden Fotos..?? hehe. Wo ist einer meiner treusten Blogger

@ Gitta: Danke für Deine Mail. Freut mich, dass Dir die Berichte gefallen. Der Fiji-Bericht wird noch besser (bzgl Fotos)

@ Ma: Denke an Dich !!


Antworten

  1. ERSTER :)

    bruder ich kann es kaum abwarten dich bald wieder hier zu haben !!

    noch 33 tage…

    freu mich :)

  2. —– da fällt man doch glatt aus allen Wolken, wenn man so liest, was der Kerl alles so macht !!!

    Hi Lennart !!
    fliegst du noch oder bist du schon wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet ??
    Schön zu hören, dass du noch heile bist und es dir gut geht. Genieße die letzten Wochen deines phantastischen Trips. Aber nicht, dass du mir plötzlich in Hawai bleiben willst !! (ich könnts ja verstehen.. ;-) ).

    Ich freu mich schon auf die ausführlichen (Foto-) Berichte. (v.a. auf die vielen Fotos ohne Menschen drauf…!)

    Lass dich umarmen und sei weiterhin vorsichtig und mach keine dummen Sachen (wie Bungee-Jumping oder Ski-Diving oder „am Ende“ -der Welt- dich gar noch verlieben :-) )

    liebe Grüße von
    deinem Dad

  3. Ist ja gut, es tut mir auch leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber was soll ich sagen… Es gibt eigentlich keine Entschuldigung dafür.
    Wie du dir aber denken kannst, lese ich jeden einzelnen deiner Reiseberichte und bin total erstaunt, was man am Ar*** der Welt alles so machen kann, auch wenn ihr einige Städte nicht sonderlich bedacht habt.
    Desweiteren möchte ich mich meinem Vor-Vorschreiberlig (und deinem Dad natürlich auch) anschließen, ich freue mich auch schon wieder dich in Kölln zu besuchen und deine Erlebnisse noch einmal Live berichtet zu bekommen.

    Herzlichst

    EIS


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