Verfasst von: lennartkrippner | November 20, 2008

Ein Ende und ein Anfang

Das Ende:

Unglaublich. Die Zeit ist schon vorbei. Ich habe das Gefühl gestern erst angekommen zu sein und in 3 Tagen verlasse ich die Sunshine Coast und damit meinen festen Wohnsitz schon wieder. Vorläufig zumindest. Die letzten Wochen vergingen wie im Flug. Nachdem das wichtigste Assignment für den Marketing Kurs abgegeben war, war eine Woche durchschnaufen angesagt, bevor die beiden anderen Assignments folgten. (Alle wurden gut oder befriedigend abgeschlossen). Nachdem diese beiden Arbeiten abgegeben waren, hieß es nicht durchschnaufen, sondern umziehen… und zwar in die Bibliothek. Denn keine zwei Wochen später standen schon die Abschlussexamen an. Die letzten 2 Wochen ließ sich mein Tageablauf im Groben wie folgt beschreiben:

07.30 Uhr : aufstehen

08.00 Uhr : surfen

09.30 Uhr : duschen

10.30 Uhr : Bibliothek

19.30 Uhr : zu Hause

20.00 Uhr : essen

24.00 Uhr : schlafen

Dieses Bild ist natürlich nicht gestellt !!!

Dieses Bild ist natürlich nicht gestellt !!!

Dann begann in der letzte Woche, die Examen-Phase. Ich hatte alle 3 Klausuren gleich in der ersten Woche. Montag, Dienstag und Freitag. Das wichtigste lief dabei sehr gut, ein anderes ganz ok und eines nicht so super. Die Ergebnisse gibt es Anfang, Mitte Dezember.

Und nun befinde ich mich schon in meiner letzten Woche an der Sunshine Coast. Am Montag geht der Flieger von Brisbane nach Cairns.

Rückblickend war das Semester hier eine einzigartige Erfahrung! Ich denke man kann viel über andere Länder lesen oder in ihnen Urlaub machen, aber selbst zu erfahren knapp ein halbes Jahr in einem fremden Land zu leben ist unersetzlich.

Man lernt sich selbst zu recht zu finden. Und mehr noch, man lernt eine andere Kultur und Lebensweise kennen. Man erweitert seinen Horizont enorm!

Und gerade die australische Lebensweise ist dabei sehr interessant. Ein krasser Gegensatz zur zielgerichteten, leistungsorientierten Lebensweise in Deutschland oder Europa.

Die Menschen hier leben einfach in den Tag hinein und sehen wie es kommt. Was nicht heißt, dass der Australier faul oder gar unzuverlässig wäre. Man nimmt das Leben halt einfach nur locker und ist nicht verkrampft oder verbissen.

Eine sehr nette und angenehme Art zu leben!

Ich bin mal gespannt, wie krass der Unterschied zurück in Deutschland sein wird. Aber ich denke in der alten Umgebung wird dieser Lebenswandel wohl nicht lange Bestand haben.

Auch ist es traurig jetzt zu gehen, da man jetzt so langsam angefangen hat Freundschaften zu schließen und die Leute richtig kennen gelernt hat. Man weiß nun auf wen man sich verlassen kann und wen man gerne um sich hat… auch mit den australischen Freunden wurde es erst in den letzten Wochen eine intensivere Freundschaft. Ich denke es wäre ideal zwei Semester zu studieren. Nach einem Semester weiß man wie alles funktioniert, wo man hin muss, wenn man etwas erledigen will und man die Leute richtig kennt.

Limbo auf Ralf´s Abschiedsparty

Limbo auf Ralf´s Abschiedsparty

Aber ich will mich nicht beschweren! Ich möchte keinen einzigen der Tage hier missen!

Hier ein paar äußerlichre Veränderungen :) :

Der Sonnengebräunte gegen die Kalkleisten

Der Sonnengebräunte gegen die Kalkleisten

kurzes Haar

kurzes Haar

langes Haar

langes Haar

Der Anfang:

Das Ende des einen Abschnitts, bedeutet für mich glücklicherweise auch den Beginn eines neuen! Ich tausche festen Wohnsitz gegen Zelt oder Hostels und mache mich auf meine knapp 4monatige Reise durch Ozeanien und Süd-Ost Asien. Am Montag beginnt die erste Etappe in Cairns. Dort treffe ich meine 3 Kollegen und wir werden uns auf die Suche nach einem geeigneten fahrbaren Untersatz machen. Mit diesem geht es dann in den nächsten 7 Wochen runter bis nach Melbourne.

Bedeutet auch, dass ich sehr wahrscheinlich nicht mehr wirklich oft online zu erreichen bin. Aber hoffentlich ebenfalls, dass es wieder mehr zu berichten gibt und die nächsten Einträge nicht mehr so lange auf sich warten lassen!!

Bis demnächst !!

Lennart

PS: Bilder gibt es im Moment noch nicht wieder zu begutachten. Die Bibliothek befand ich nicht für so interessant um daraus ein Album zu kreieren.

Verfasst von: lennartkrippner | November 18, 2008

Bericht ist in Arbeit….

… es tut mir leid, dass der neuste Bericht nun schon einige Tage auf sich warten lässt. Aber die abschließende Prüfungszeit nötigte mich doch tatsächlich mehr Zeit in der Uni als am Starnd zu verbringen… ;)

Aber alles ist gut überstanden (werde auch über die Klausuren berichten) und nun liegen die letzten Tage an der Sunshine Coast vor mir.

Der Abschlussbericht meiner Studienzeit wird voraussichtlich morgen, spätestens Do erscheinen!

Verfasst von: lennartkrippner | Oktober 15, 2008

Australien University Games – Melbourne

Ja, ich weiß, ich weiß. Es ist schon wieder ein bisschen her das ich was habe von mir hören lasse. Aber nach dem Semesterbreak (also der Woche Melbourne) blieb leider keine Zeit, da es direkt mit 100% in der Uni weiter ging. Und zwar stand das wichtigste Assignment (Hausarbeit) in dem Semester an. Der Marketing Plan für meinen tollen Schokoriegel, den „Cherry Ripe Double Dipped“. (Für den ich bereits die Produkt Analyse getätigt hatte) Diesen Namen kann ich auch jetzt erst mal nicht mehr hören!! Da heute die Abgabe war, musste bis jetzt alle Konzentration darauf verwendet werden. Nun bin ich aber wieder frei! Als ich nach Hause kam, hab ich mir direkt erst mal das Board unter den Arm geklemmt und bin ab ins Wasser… das Leben geht weiter ;)

Es stehen zwar noch 2 weitere Assignments an, aber die in Kursen die ich mir in Deutschland leider nicht anrechnen lassen kann. Deswegen ist dort der Druck nicht ganz so hoch.

So, nun aber zu Melbourne!

Es hätte alles so schön werden können…. aber sportlich gesehen lief es bei uns leider nicht so ganz rund. Zwar hatten wir eine Truppe die entgegen aller Erwartungen sogar konkurrenzfähig war, jedoch hatte es unser „Trainer“ hier an der Sunny Coast leider vermissen lassen uns mal anständig zu trainieren. Deswegen muss man schon sagen, waren uns die Hälfte der Teams leicht überlegen…

Aber von Beginn an. Am Sa Abend habe ich mich mit ein paar Leuten am Sunshine Coast Airport in den Flieger gesetzt und wir sind nach Sydney geflogen. Dort haben wir 4 weiter Jungs aufgegabelt, die bereits 2 Tage in Sydney verbracht hatten. Am Flughafen haben wir uns dann 2 Autos gemietet und sind durch die Nach von Sydney nach Melbourne gefahren (Road Trip!! :) ) Hört sich zwar etwas umständlich an, war aber summa summarum die billigste Variante. Wir konnten nicht direkt nach Melbourne fliegen, weil an dem We schlauerweise auch das AFL Finale war (Rugby) und die Flüge leicht überzogen teuer waren.

In Melbourne angekommen (So morgen) haben alle erst mal Ihre Behausungen aufgesucht. Ich habe die Woche bei einem guten Freund und Kommilitonen von der Sporthochschule verbracht, der auch gerade ein halbes Jahr in Australien studiert. Nur nicht wie ich an der Sunny Coast, sondern in Melbourne. (Übrigens auch einer der Kollege mit dem ich die anschließende Reise machen werde) So konnte ich auch noch ein paar Dollar wegen der Übernachtung sparen. Von hier aus noch einmal recht herzlichen Dank !! (Obwohl bei dem Dollarkurs kann man sich ja im Moment eh alles leisten ;) ).

Die Wohnung wo ich übernachtet habe

Die Wohnung wo ich übernachtet habe

Abends ging es dann standesgemäß mit der ganzen Truppe zur Eröffnungszeremonie! Die fand in der Town Hall von Melbourne statt. Schon eine recht ansehnliche Halle! Als wir dann mit unserer Truppe und stark geschwellter Brust dort einmarschierten, wurde uns mal ganz schnell die Luft wieder aus dem Brustkorb rausgelassen… denn wir waren wohl mit Abstand die kleinste Univertretung die sich dort hingetraut hat. Nur mit unserer Fußballmannschaft und dem Loans Bowl Team (eigentlich ein Alt-Herren-Sport) wurde uns eher Mitleid als Angst entgegengebracht. Teilweise liefen die großen Unis aus Sydney, Melbourne oder Perth dort mit 50-100 Studenten auf. Auch unsere Schlachtrufversuche sind so in dem weiten Rund schnell untergegangen. Aber das war schon eine Gänsehautatmosphäre als die verschiedenen Unis in diesem großen Theater mit kompletter Mannschaftszahl Ihre Namen skandierten….

Unsere Truppe (nur die Fußballer)

Unsere Truppe (nur die Fußballer, bis auf das Mädel ;) )

Abends haben wir ihnen dann aber an der Theke gezeigt, das man unsere kleine Truppe doch nicht so voreilig abschreiben sollte :) .

Am nächsten Tag ging es dann los! Um 8 Uhr… !!! Uuuaahhhhhh. Da ist uns dann klar geworden, warum die anderen Teams uns das am Vorabend so einfach gemacht haben als Sieger vom Platz zu gehen. Und wir haben uns noch gewundert warum die alle um 12 nach Hause sind, die Memmen!! Aber um 8.30 standen wir alle dann auch tatsächlich am Feld. Erstes Tagesziel erreicht! Auf dem Platz wurden wir dann in der ersten Halbzeit ein bisschen schwindelig gespielt und gerieten 0:1 in Rückstand. Nach einen Traumtor von Krippner ;) konnten wir uns aber mit einen 1:1 ganz gut aus der Affäre ziehen. Das zweite Spiel an dem Tag haben wir ebenfalls mit 1:1 ganz gut gemeistert.

Am zweiten Tag standen dann die beiden schwierigsten Gegner an. Ich weiß nicht ob es am Vortag lag, aber das erste Spiel mussten wir leider durch einen Sonntagsschuß mit 0:1 aus der hand geben. Dafür das dieses Team im Endeffekt den Titel geholt hat, haben wir uns aber ganz gut gemacht. Aber in diesem Spiel haben sie auch angefangen die Gangart gegen mich ein bisschen höher zu schalten. Jedoch konnte ich durch meine unglaubliche Schnelligkeit :) noch „nur“ mit einer 10cm langen Schürfwunde am Schienenbein davon kommen. Dieses Glück blieb mir im zweiten Spiel des Tages verwehrt. Noch in der ersten Halbzeit wurde ich so übel am Oberschenkel erwischt (Pferdekuss), dass das Turnier für mich gelaufen war… nach gerade einmal 3 Spielen…. Es hatte sich wohl rumgesprochen, das da ein brandgefährlicher Mann bei der USC stürmt. Dieses Spiel haben wir dann auch leider 1:2 verloren. Eine weitere traurige Sache war, das nach diesem zweiten Tag die stärksten Mannschaften gespielt waren und nun die etwas leichteren kamen. So konnten wir dann am nächsten Tag mit einem weiteren Unentschieden und einem Kantersieg, gegen die Uni die zum Schluss mit 0 Punkten und einem ziemlich miesen Torverhältnis letzter werden sollte, auch unseren ersten Sieg verbuchen.

Am Ende des Turniers verloren wir leider noch das Spiel um Platz 7, und belegten den 8. von 14 Plätzen.

Wirklich schade, da wir wie gesagt eigentlich gar nicht so schlecht waren. Wir haben kein Spiel mit mehr als einem Tor Unterschied verloren und haben gegen den Sieger des Turniers nur unglücklich verloren. Für mich persönlich war es natürlich noch deprimierender, da ich mehr als die Hälfte des Turniers nicht spielen konnte.

Aber alles in allem war es trotzdem eine lustige Woche! Schon allein wegen unserer Mannschaft, die mit aus 11 Nationen zusammengewürfelten Spielern ein Unikat auf dem Turnier darstellte. In der Regel waren die meisten Mannschaften eingespielte Teams, die zum Großteil aus Australiern bestanden. Am vorletzten Tag, hat die Uni-Games-Zeitung auch noch einen Bericht über uns verfasst.

Des weiteren war es natürlich auch sehr interessant einmal Melbourne gesehen zu haben. Wir hatten zwar durch die 2 Spiele pro Tag und die abendlichen Events nicht sehr viel Zeit für Sightseeing, aber den Stadtkern haben wir schon mal erkundet.

Zentrum von Melbourne

Zentrum von Melbourne

Nur das Wetter ist eine ganz eigene Sache in Melbourne. Im Vergleich zur Sunny Coast ist das Klima dort unten im Moment noch etwas kühler. Wir hatten zwar Glück, das an 3 Tagen wirklich gutes Wetter war, doch das muss in Melbourne nichts heißen. Durch die Winde vom südlichen Pazifik, kann sich das Wetter binnen Minuten schlagartig ändern. Die Einwohner Melbourne´s sagen scherzhaft sie haben „4 seasons in one day“ (4 Jahreszeiten an einem Tag). Und das kann ich bestätigen. An einem morgen hatten wir Sonnenschein und 25° und keine 20 Minuten später gab es Regen und 18°. Der heftigste Temperatursturz den der Mitbewohner von meinem Kollegen je mitbekommen hat waren 20° in 10 Minuten!

Am Fr dem letzten Tag der Games ging es dann wieder mit dem Auto in einer sensationellen 22 Std. Autofahrt von Melbourne bis hoch an die Sunshine Coast! Mit 5 Mann im Auto war das auch wieder ein kleines Erlebnis für sich!

Und nun geht es munter mit dem studieren weiter!

Denn es bleiben nur noch 2 Wochen, bis die Prüfungszeit beginnt. Unglaublich wie die Zeit rennt !!! Dann habe ich am 10./11. und 14. November meine Examens Klausuren und dann geht es am 22. November auch schon mit der Reise los.

Ich will noch gar nicht daran denken hier weg zu müssen… die Leute, das Leben, es ist einfach herrlich !!

Zumal jetzt langsam jeder Tag Sonne pur und bis zu 30° bringt ;)

Macht es gut!

Bis demnächst

Lennart

Verfasst von: lennartkrippner | September 25, 2008

Mid-Semester Break & Surftrip

Nun ist auch schon die erste Semesterhälfte vorbei und wir haben uns ins Mid-Semester Break gerettet. Die letzten beiden Uniwochen verliefen etwas turbulent, da wir eine Menge Klausuren, Tests und Hausarbeiten zu absolvieren hatten. Aber man solle ja nicht denken ich sei zum Spaß hier! Und damit nun auch ein ordentlicher Arbeitsnachweis erbracht werden kann, sind im Folgenden meine Ergebnisse der ersten Semesterhälfte aufgelistet:

Marketing Kurs: In der 12 Seiten langen Produkt Analyse über den sensationellen Cherry Ripe Double Dipped Riegel (ein mit Bounty vergleichbarere Schokoriegel, der noch nach Krische schmeckt) habe ich ein „Distinction“ erreicht.

Exkurs „Australisches Notensystem“:

Im australischen Notensystem geht es von der Note „Pass“ (entspricht in Deutschland einer 4, „gerade so durchgemogelt!“) über „Credit“ (-> Note 3 „mäßig bis unscheinbar“), und „Distinction“ („erfreuliche Leistung)“, bis zur „High Distinction“ („Streber“), der besten Note.

Wer mehr über diese sensationelle Produkt Analyse wissen will (schon erstaunlich, dass man 12 Seiten über einen Schokoriegel schreiben kann!), kann mich gerne kontaktieren und ich werde innerhalb einer Versandfrist von ca. einer Woche versuchen ein Exemplar per Email bereitzustellen.

Management Kurs: Sowohl den ersten Test (15 von 20 Punkten), als auch den zweiten Test (8 von 10 Punkten) habe ich bestanden. Bei diesen Tests gab es nur Punkte und keine Noten.

Introduction in ICT (Information, Communication, Technologie):

Die Mid-Semester Klausur habe ich mit 30 von 50 Punkten ebenfalls bestanden (der Kurs ist aber auch extrem langweilig ;) ).

Nachdem dann am Fr endlich alles geschafft war, stand auch schon die erste Belohnung vor der Tür: Die „Rooftop- Party“ bei einem deutschen Kommilitonen. Der Kollege ist schon ein halbes Jahr hier und seine Rooftop-Party´s sind mittlerweile eine etablierte Institution. So haben wir uns dann am Fr Abend auf der Dachterrasse des Freundes eingefunden und mit 200 anderen Leuten ausgiebig das Semester Break gefeiert. Leider werden diese Party´s auch nur allzu gerne wegen Ruhestörung von der Polizei aufgelöst. Und so kam es dann auch an diesem Fr, dass um 12h die Polizei auf der Matte stand und alle bat die Party zu verlassen.

Das haben wir dann natürlich auch getan, und zwar in das darunter liegende Appartemet! Als dieses dann leider nur weitere 10 Minuten später auch wieder von der Polizei geräumt wurde, haben wir uns einfach über die Straße an den Strand begeben. Da konnten sie dann nix mehr machen!!

Aber es war vielleicht auch gar nicht so schlecht, dass an diesem Abend etwas früher Schluss war, denn am Sa morgen um 8 Uhr bin ich mit meinem australischen Mitbewohner, einem Freund von ihm, einem Iren (ich bin mir nicht ganz sicher ob er wirklich Ire war, da er keinen Alkohol trinkt), und zwei anderen Deutschen zu einem dreitägigen Surftrip in den Cooloola National Park aufgebrochen. Bedeutete 3 Tage lang Zelten, Essen über einem Gaskocher zubereiten, keinen Handyempfang, keine Toiletten. Natur pur. Und ich muss sagen, das waren 3 der besten Tage die ich bis jetzt in Australien erlebt habe! (was andere Erlebnisse natürlich in keiner Weise abwerten soll!) Es ist sensationell, einfach mal von dem ganzen Zeug, was Bananenrepubliken in der heutigen Zeit so ausmachen, weg zu sein. Einfach nur die Faszination der Natur erleben. Wir haben jeden morgen (sind zwischen 5.15 und 6 Uhr aufgestanden um den Sonnenaufgang zu sehen, ebenfalls traumhaft!!) in der Bucht in der wir surfen waren (Double Island Point) Delphine gesehen.

Sonnenaufgang im Paradies (5.30 Uhr)

Sonnenaufgang im Paradies (5.30 Uhr)

Eine Gruppe muss bestimmt um die 20 Tiere gewesen sein, weil immer irgendwo anders Finnen (nicht die Skandinavier :x ) aus dem Wasser aufgetaucht sind. Das sind schon wirklich atemberaubende Wasserakrobaten. Teilweise konnte man sehen wie sie pfeilschnell in einer Welle geschwommen sind… unglaublich!

(dieses Bild habe ich nicht selbst gemacht, aber ungefähr so sah es aus)

Als wir Montag morgen im Wasser waren hat sich einer der Kollegen keine 20m von mir entfernt blicken lassen. Dann hat mir der australische Freund von meinem Mitbewohner gesagt ich solle mal unter Wasser tauchen, dann könne ich die Delphine hören. Und es war tatsächlich so! Wenn man untergetaucht ist und kurze Zeit ruhig war konnte man genau die Laute der Delphine hören. Eine faszinierende Erfahrung. Kein Zoo, keine Touristenattraktion, einfach die Natur wie sie ist. Des weiteren haben wir sowohl am Sonntag, als auch am Montag weit draußen im offenen Meer Wale gesehen. Am Sonnatg haben sie sich sogar von Ihrer besten Seite gezeigt und haben ein paar Sprünge aus dem Wasser gemacht. Auch wenn man sie nur schemenhaft erkennen konnte und eigentlich nur die Wasserspritzer gesehen hat, war auch das eine tolle Erfahrung.

Am Sonnatg habe ich mir in einer kleinen Surfpause die Schnorchelausrüstung von meinem Mitbewohner genommen und bin mal eine halbe Stunde an den Felsen entlang geschnorchelt. Auch wenn das Wasser nicht glasklar war, war es schon erstaunlich was sich da alles für Leben abspielt. Es war zwar nicht so artenreich und farbenprächtig, wie man es vielleicht aus Tauchvideos kennt, aber gerade deswegen war es wahrscheinlich auch wieder so natürlich. Die meiste Zeit hat mich dabei ein Schwarm kleiner Schwertfische begleitet (ca. 10 cm lang). Und einmal schwamm keine 2 m neben mir eine ca. 30 cm große Wasserschildkröte!

Zu diesen ganzen wunderbaren Naturerlebnissen hatten wir auch noch 3 Tage super Wetter. Strahlender Sonnenschein, windstille und super Wellen! So konnte dann nebenbei auch noch an den Surffertigkeiten gefeilt werden.

Auf dem Weg zu einer ganz großen Karriere....

Auf dem Weg zu einer ganz großen Karriere....

Neben dem Hauptbeweggrund dieser Reise „surfen“, haben wir auch noch eine Menge andere Spaßsportarten betrieben. So haben wir zum Beispiel an einem Nachmittag die Finnen von den Surfbrettern abgeschraubt und haben an der nächsten Sanddüne Sand-boarding betrieben!

Sandboarding am Rainbow Bay

Sandboarding am Rainbow Bay

Des weiteren haben wir einen Abend ein Seil hinter den Wagen vom Adam gespannt und haben uns mit den Knien auf dem Surfbrett durchs flache Wasser ziehen lassen. Der Sturz war zwar weniger angenehm, aber die 500m davor bei ca. 20 kmh haben schon eine Menge Spaß gemacht (und nein, keine Angst, ich passe auf mich auf und habe mir keinerlei Knochenbrüche zugezogen!)

Nachdem wir die Tage meist komplett am Double Island Point verbracht hatten mussten wir immer 10 min am Strand zurück zu unserem Campingplatz fahren, der sich unmittelbar am Strand befand.

Traumhafter Campingplatz

Traumhafter Campingplatz

Dort wurde dann ein Lagerfeuer entfacht. Ebenfalls ohne jegliche Hilfsmittel (bis auf Zeitungspapier zum entfachen). Das heißt jeden Tag Feuerholz sammeln und eine Feuerstelle machen. Da ich diese Fertigkeit aus Bundeswehrzeiten natürlich perfekt beherrsche, war ich meist derjenige der sich um das Feuer gekümmert hat. Dann wurde essen gemacht (an einem Tag der selbstgefangene Fisch!) und am Lagerfeuer mit einem Bier (einziges Erinnerungsstück an die Zivilisation) und Marshmallows braten der restliche Abend genossen. Über den Sternenhimmel brauche ich hier wahrscheinlich nicht auch noch zu schwärmen. Ich denke jeder kann sich vorstellen, wie ein Sternenhimmel ohne Wolken und jeglicher anderer Lichteinflüsse von Städten oder groß besiedelten Regionen aussieht.

Zusätzlich haben wir an beiden Abenden am Horizont eine Gewitterfront vorbei ziehen sehen. Auch recht beeindruckend, wenn man am Lagerfeuer sitzt es angenehm warm und ruhig ist und man im weiter Ferne die Blitze vom Himmel zucken sieht. (zurück in Mooloolaba haben wir erfahren, dass in den 3 Tagen wo wir bestes Wetter hatten, hier ein massiver Sturm durchgezogen ist!).

Der einzige Wehrmutstropfen war vielleicht, dass wir mit unseren Schlafsäcken direkt auf dem Boden lagen und die Nächte damit nicht so erholsam und lang waren. Aber irgendwie gehört das nun mal auch zum campen dazu und hat dem Gesamterlebnis in keinerlei Hinsicht Schaden zugefügt.

So einen Trip werde ich bevor es weitergeht definitiv noch einmal machen! Ich habe das campen wieder zu schätzen gelernt. Aber es ist natürlich auch ein kleiner Unterschied ob man in Australien in einem Nationalpark zeltet, oder in Buxtehude auf 10 qm auf dem städtischen Campingplatz an der Autobahn neben Hausmeister Krause.

Zurück in der Zivilisation bleibt mir nun noch knapp eine Woche um etwas für die Uni zu tun, bevor es dann am nächsten Sa zu den Australien University Games nach Melbourne geht. Ja, ich habe mich nun doch entschieden mitzufahren, da ich weder eine Unterkunft bezahlen muss (ein Kollege von mir studiert in Melbourne), noch die Anmeldegebühr von 180 Dollar zahlen muss (es hat jemand bereits bezahlt, der nicht mehr mitfahren kann und dessen Platz ich einnehmen kann!) Somit muss ich nur noch die Fahrt und sonstige Unkosten zahlen, die auch hier in Mooloolaba hätte zahlen müssen. Und ich denke dieser Trip wird sicherlich auch ein Erlebnis! Auch wenn sicherlich ein ganz anderes als die 3 Tage Natur die hinter mir liegen…

Ich melde mich dann wieder wenn wir mit geschwellter Brust und dem Pokal in der Hand in die Heimat zurück kehren !!!

Bis dahin!

Lennart

(PS: Bilder sind aktualliesiert !!)

@ Tobi: Ruhig Blut Jung. Du weißt doch wie das ist… :)

@ Opa: Wie Du siehst sind die Beiträge der geplagten Steuerzahler sowohl im gesitigen, arbeitslebenvorbereitenenden Uni-Bereich, als auch im physischen Spafaktor-Bereich bestens aufgehoben! :)

Zur Choreographie: Dort gibt es eigentlich keine Erklärung zu. Das ist uns spontan eingefallen, als wir es gesehen haben.

@ Gitta: Klugscheisser !! :P Nein, ich freue mich ja, wenn mich jemand in meiner Unwissenheit belehren kann! Aber ich frage mich schon, wo Du diese ganzen Sachen immer her hast :)

@ German: Jep! :)

@ Eis: Ich zähle die Sekunden…..

Verfasst von: lennartkrippner | September 9, 2008

Spass am Strand

Die Aegypter-Choreogrphie

Die Aegypter-Choreogrphie

Just fly... !!!

Just fly... !!!

Aktueller Bericht, siehe naechster Artikel!

Verfasst von: lennartkrippner | September 8, 2008

Brisbane River Festival (oder Kölner Lichter in OZ) & Geburtstag

Letztes Wochenende war es mal wieder an der Zeit unsere nächstgelegene Großstadt Brisbane anzusteuern. Ein weiteres Highlight stand auf dem Programm. Das Brisbane River Festival. Eines der größten Festivals im Brisbane-Event-Kalender. Man kann sich das ungefähr so vorstellen, wie die Kölner Lichter. Wer die Kölner Lichter nicht kennt kann sich das ungefähr so vorstellen wie Rhein in Flammen. Wer Rhein in Flammen nicht kennt kann sich einfach ein großen Feuerwerk auf einem Fluss, umzingelt von Hundertausenden von Menschen vorstellen. Wer sich das nicht vorstellen kann hat Pech gehabt (Bitte zum nächsten Abschnitt weitergehen). Für die, die wissen was ich meine reicht das ja jetzt auch. Ihr könnt Euch alles vorstellen (bitte zum nächsten Abschnitt weitergehen :) ).

Brisbane River Festival

Brisbane River Festival

(Videos haben hier leider nicht hingepasst. Sind dann auf der Fotoseite zu begutachten!)

Ziehen wir einen Vergleich zwischen Köln und Brisbane. Köln ist natürlich besser !! Brisbane hat nur einen kleinen gewichtigen Vorteil: Am Anfang und am Ende des Feuerwerks (welches nur ca. 15 Minuten dauert), jagt ein Düsenjäger mit einem recht ansehnlichen Nachbrenner über den Fluss. Das macht schon Eindruck (und vor allem ne Menge Lärm). Auch mit der Location kann Brisbane fast mithalten. Natürlich kann keine Kulisse dieser Welt mit „uns Dom“ konkurrieren, aber auf der einen Seite des Flusses steht das Casino, welches in verschiedensten Farben angeleuchtet wird, und auf der anderen Seite steht ein schillerndes Riesenrad, welches angeleuchtet in einem wunderbar hellen weiß erstrahlt. Ein weiterer Pluspunkt (der Köln vielleicht sogar übertrifft) ist das es 4-5 Stationen auf dem Fluss gibt die das gleiche Feuerwerk abbrennen. So haben mehr Leute die Chance auf eine bessre Sicht (es waren ca. 100 000 Menschen da). Des weiteren findet das Feuerwerk nicht ausschließlich auf dem Fluss, sondern auch noch auf den umliegenden Hochhäusern statt. Es wird somit ein bisschen besser untermalen…. auf der einen Seite zumindest. Die Musik wurde zwar, wie in Köln, ebenfalls versucht auf das Spektakel abzustimmen, aber das wurde leider nicht so eindrucksvoll wie in der schönsten Stadt Deutschlands ;) geschafft.

Danach war dann natürlich noch Party angesagt. Wir waren zwar diesmal nicht so overdressed, wie das letzte mal beim Ekka Racing Day, haben uns aber trotzdem eine großartige Nacht versprochen. Doch da lag natürlich der Hund wieder begraben (ein weiteres Sprichwort dessen Herkunft mal geklärt werden sollte!), die Erwartung. Ich denke ich werde in der nächsten Zeit nie wieder etwas erwarten. So kann nichts schief gehen! Ich denke mir auch das Neuseeland ein ziemlich hässliches Land ist, die Leute auf Fidschi an Atemnot wegen der schlechten Luft leiden und morgen wahrscheinlich die schlimmste Tag in meinem Leben wird… Sturm, Hagel, tote durch die Luft fliegende Tiere, meine Lieblingsjacke wird geklaut, ect… Und zack, morgen wache ich auf, die Sonne scheint, ich gehe surfen und meine Lieblingsjacke hängt noch im Schrank… wie glücklich bin ich dann…!!

Also, Lektion I: Geht immer ins Bett und fürchtet Euch vor dem nächsten Tag!!! :) Nein, so soll es natürlich auch nicht sein !!!! Man sollte sich immer auf den nächsten Tag freuen! Aber ich denke ihr habt verstanden….

Am nächsten tag haben wir uns dann noch das Fußball-Finale der Queensland Meisterschaft angeschaut! Zwischen den Brisbane Strikers und Sunshine Coast Fire. Ein Finale vor ca. 200 Zuschauern. Ich denke ich brauche nichts hinzuzufügen… Natürlich hat die Sunshine Coast 1:0 gewonnen. Durch einen Elfmeter…

Fußball lebt in Down Under !!!

Geburtstag

Erst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die es trotz erschwerter Bedingungen geschafft haben, mir zum Geburtstag zu gratulieren! (Die Karte aus Ostpreußen ist angekommen!) Alle die es vergessen haben, keine Sorgen, passiert mal! Ich habe Euch wohl überlegt aus meinem persönlichen Adressbüchern entfernt und ihr braucht es auch nicht noch einmal zu versuchen :) (und da sag noch einer ich wäre nachtragend….)

Mein Geburtstag hatte zwei Seiten: Die erste war das reinfeiern. Also eigentlich kann man das so nicht sagen… besser wäre reinsitzen, oder reinschlafen. Gebeutelt vom Brisbane Wochenende saß ich allein (ja ihr habt richtig gelesen) allein und verlassen auf meinem Bettchen und habe mir um 12h selbst ein kleines Ständchen gesungen… ohne Freunde, ohne Familie. Nur ich mit mir alleine (fühlt Ihr diesen Sch(m)erz?) :) Nein, ich war wirklich allein, aber weil ich es so wollte. Wir waren alle kaputt vom We, und ich habe mir dann überlegt, es wäre sinnvoller am Di Abend mit einem kleinen Barbecue bei uns zu feiern! Das haben wir dann natürlich auch gemacht! Wurde dann doch etwas größer als klein und wir haben die Korken knallen lassen. Man wird ja schließlich nur einmal im Leben 26! Also doch ein schöner und da er in Australien stattfand unvergesslicher Geburtstag!

Des weiteren liegen nun die ersten Prüfungen hinter mir (Mid-Semester-Tests) und in den nächsten beiden Wochen geht es dann etwas gemächlicher zu. Danach steht dann auch schon das Mid-Semester-Break vor der Tür (2 Wochen Ferien, weil wir hier so hart arbeiten!). In dieser Zeit wollen wir wahrscheinlich an den Australien University Games teilnehmen. Da der Spaß aber ca. mit 700 Aus$ (ca. 450 Euro) für eine Woche zu Buche schlagen wird, bin ich noch am überlegen. Aber wer soll das Team denn sonst zum Titel schießen… :)

Ich werde es sehen.. und Ihr werdet es lesen!

Soviel für den Moment!

@ Gildas: Die Kameras gehen im Wasser kaputt. Deswegen nur Fotos an Land :)

@ Svenja: Das hört sich doch gut an!! Wünsche Dir dort einen guten Start und dann bis bald!

@ Eis: Bei mir hier gibt es kein schummeln! Alles authentisch! :)

PS: Fotos und Video kommen morgen !)

Verfasst von: lennartkrippner | August 22, 2008

Olympischen Spiele – ein kleines Gedankenspiel…

Nun neigen sich die Spiele so langsam dem Ende zu und es stellt sich die Frage: Waren es gute Spiele, waren es Spiele unter unwürdigen Rahmenbedingungen, ist bei diesen Spielen alles mit rechten Dingen zugegangen?

Ich weiß nicht welchen Eindruck man aus Deutschland bekommen hat, aber hier in Australien war es (abgesehen davon das ich nur alle australischen Medaillen mitbekommen hab) ein sehr positiver Eindruck, der vermittelt wurde. Alles schien top organisiert zu sein (spiegel.de berichtete, das der Segelwettbewerb wohl eine einzige Katastrophe gewesen sein soll), die Wettkampfstätten waren sauber, modern und schienen ausverkauft (bild.de berichtete das die Stadien teilweise halb leer waren, da viele Karten an Sponsoren gagangen sind und diese die Tickets schlichweg nicht eingelöst haben). Ja selbst der Himmel war blau!!! (lennartkrippner.wordpress.com berichtete wie es hierzu kam). Und vor allem es wurden Weltrekorde gebrochen, als ob es niemals Bestmarken gegeben hätte…. Also?! Peking die besten und tollsten Spiele aller Zeiten, egal was in den nächsten 1000 Jahren passieren wird !!??

Ganz so einfach wollen wir das Ameisenvolk aber mal nicht davon kommen lassen. Sicherlich war die Organisation top! Konnte man nicht anders erwarten. (Bis auf das mit den Karten vielleicht.) Es gab keinerlei Störfeuer während der Spiele. Zumindest wurden hier in Australien keine gemeldet. Wie kommt es dazu? Laut spiegel.de waren 70 Demostrationen zu den Spielen angekündigt und genehmigt worden (man glaubt es kaum!!) Wo waren die Bilder?? Um genau zu sein, nirgens. Denn nach Informationen des Onlineportals wurden alle Anträge noch vor den Spielen von den Antragstellern freiwillig zurück genommen, weil sich Ihrer Probleme angenommen wurde… ne, is klar! Es wurde sich Ihrer Probleme angenommen… Mich würde mal interessieren wie das so ablief? Kam ein Brief von der Regierung? Oder sind vielleicht sogar alle 70 Antragsteller perönlich besucht worden um sich „Ihrer Probleme anzunehmen“. Entweder Du ziehst den Antrag zurück oder Du landest im Bau… oder wir nehmen uns Deine Familie… Super Problemlösung! Effektiv auf jeden Fall. Das Resultat lässt sich aus chinesischer Seite sehen… aber menschlich nicht wirklich.

Und schauen wir uns doch mal diese Sache mit den Weltrekorden etwas genauer an. Kann ein Micheal Phelps in 8 Tagen 8 Goldmedallien mit 7 neuen Weltrekorden schwimmen? Kann es sein, das fast jeder Goldmedallien-Gewinner im Schwimmen einen neuen Weltrekord aufstellt? Kann es sein das beim Staffelwettbewerb (ich weiß nicht genau welche Staffel es war) die 4 Australierinnen dem bestehenden Weltrekord um knapp 6 Sec. unterbieten. Und selbst die Zweit- und Drittplatzierten unter der alten WR-Zeit liegen??
Wie schaffte es ein Usain Bold seinen 100m Weltrekord nochmal zu verbessern, obwohl er 5 m vor dem Ziel schon jubelt und praktisch aufhört zu laufen??
Ich weiß ja nicht wie es dem Rest geht, aber da tun sich bei mir arge Zweifel auf! Nun mag sich der ein oder andere fragen, was können denn die Chinesen dazu, das sich alle Athleten bis unter die Fingerspitzen mit Drogen zupumpem…. genaugenommen nix. Aber! Hier bei uns in Australien kam ein ganz anderes Gerücht auf. Stellen wir uns doch mal den Hauptkonferenztisch des Ameisen-Organisationskommites vor. Nun sitzen sie da in Ihren überdimensional großen Stühlen, in denen sie noch kleiner als normal schon wirken und stellen sich die Frage: Wie können wir unser Olympia unvergesslich machen? Es muss eine bombastische Eröffnungsfeier sein, klar (ist ihnen auch gelungen, wobei ja auch hier die Fernsehaufnahmen manipuliert waren). Aber was können wir noch tun? Es müssen so viel Weltrekorde wie möglich bei unseren Spielen fallen. So werden unsere Spiele in die Historie eingehen, als die Spiele bei denen die meisten WR gefallen sind. Und am besten in den Königsdisziplienen, beim Schwimmen und in der Leichtathletik. Aber wie bekommen wir das legal hin. Sollen wir unseren eigenen Arzt engagieren, der eine unauffindbare Droge produziert die kein Mensch finden kann… nein. Es muss was einfacheres geben. Und da kam dem einen kleinen Mann der Einfall, im Ameisenstaat, einfach den Ameisenmaßstab anzusetzen. Wir bauen die 50m Schwimmbahn einfach nur 49m lang…. wer misst das denn schon nach? Und die 100m Bahn bauen wir einfach 98m lang. Zack, Problem gelöst und alle können ganz „legal“ (die Drogen nehmen sie ja eh schon von selbst) Ihre Rekorde aufstellen…..

Ich weiß nicht ob es jemanden gibt der vor den Spielen mit dem Maßband durch die Spielstädten läuft und alles nachmisst, aber wenn nicht…??
Kann natürlich auch alles nur Unfug sein, und wir bewahren den Glauben an den legalen Sportler der einfach zu diesen Bestleistungen im Stande ist…
Aber ein bisschen verwunderlich bleibt es trotzdem…..

In diesem Sinne!
Es lebe der Sport!

Auf den Spuren von Tiger...

Auf den Spuren von Tiger...

Um dem eigenen Sportsgeist etwas nachzukommen, haben wir uns am Sonntan einmal so richtig auf der Driving Range ausgetobt! Es war schon ein großer Spaß zu sehen, wie 4 erwachsene Männer es nicht schaffen einen kleinen Ball mit dem Schläger zu treffen… Aber wir haben ja noch hein bisschen Zeit. Zurück in Deutschland werde ich also neben einer professionellen Surfkarriere auch ein Tiger Woods würdiges Handicap vorweisen können :)

Verfasst von: lennartkrippner | August 17, 2008

Ekka Racing Day & Surfen

Servus und Hallo!
Nachdem nun eine Weile nichts spannendes passiert war (außer natürlich 3-4 mal die Woche am Strand liegen sich sonnen, Beachvolleyball spielen, Fußball spielen und ein bisschen Uni :) ), haben wir uns gedacht: Jetzt ist es mal wieder an der Zeit etwas zu unternehmen. Und guck an, da stand doch glatt der Ekka Racing Day am Mittwoch  in Brisbane vor der Tür. Dieses Pferderennen ist ein Mega-Event in Brisbane und zugleich auch ein Public Holiday (Feierttag). Bedeutet an diesem Tag macht sich ganz Brisbane (den Menschenmassen zu urteilen war anscheinend wirklich jeder da!) richtig, richtig schick und sammelt sich an der städtischen Pferderennbahn. Ab 10 Uhr. Und dann heißt es hoch die Tassen und raus das Geld. Wir sind bereits am Di Abend angereist, da ein Kollege hier Kontakte nach Brisbane hat und wir dort übernachten konnten. Somit haben wir die eigentlich geplante Anreise Mittwoch morgens um 7.30 umgehen können (da wir alle nur Do und Fr Uni haben konnten wir uns das erlauben ;) ). Als wir Di Abend ankamen waren wir natürlich auch noch ein klein bisschen bis 4 Uhr raus… also eine Vorbereitung nach Maß! Am Mi sind wir dann aber doch alle recht gut rausgekommen und haben uns mit von allem möglichen Leuten zusammengeliehen Sachen schick gemacht.

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Die Highroler :)

Auf der Rennbahn angekommen (übrigens mein erstes Pferderennen) musste erstaml eine halbe Stunde angestanden werden… endlich reingekommen stellte sich heraus, das sich diese Prozedur noch das ein- oder andere mal wiederholen sollte. Die Rennbahn war sowas von überbevölkert, dass man egal für was (Bier, Essen, Toilette) eine gewisse Zeit einplanen sollte… Das nervte zwar irgendwann ein bisschen, aber im Endeffekt war es ein wirklich lustiges Event. Ist schon unglaublich wie sich manche Leute (der aufmerksame Leser weiß das ich damit eigentlich nur das weibliche Geschlecht meine) aufstylen können… ein klassischen Pferderennen halt. Irgendwann haben wir es dann auch mal geschafft uns ein Rennen anzusehen (am gesamten Tag waren es glaub ich 15). Obwohl wir alle gerne mal eine Wette abgegeben hätten (wozu ist man sonst schließlich beim Pferderennen), hatten wir keine Lust dafür auch noch 30 Minuten einzupalnen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als  uns gegenseitig zu sagen auf welche Nummer wir normal gewettet hätten (super spannend, oder?). In der Regel haben die Leute auf die Rückennummer die sie in Ihrer Mannschaft tragen gewettet, so wie ich auch. Also hatte ich die 5. Und was passierte natürlich… richtig, die 5 gewinnt. Und das nicht nur einmal, sondern in insgesmt ca. 6 oder 7 Rennen…. S***, F******, A****, **************** Ich wäre nun eigentlich Millionär! Eigentlich… wäre da nicht mal wieder Murphy gewesen!
Exkurs Murphy:
Also ich weiß ja nicht wie das mit dem Murphy genau ist, aber ich bin mir fast sicher das jeder von uns seinen eigenen Murphy hat. Wie Gott bei allen von uns ist, so ist es auch Murphy. Wir haben es also mit einer zweiten Supermacht auf dieser Erde zu tun. Murphy erscheint ebenfalls allgegenwärtig und allmächtig. Vielleicht ist Murphy ja sogar…. ok lassen wir das mal. Was wäre das für eine Welt in der Murphy regieren würde! Wir müssen wieder anfangen zu beten!

Wie dem auch sei. Geld macht ja allein nicht glücklich…. (F********) Aber es macht alles einfacher !!! Nachdem wir uns genug auf der Rennbahn vergnügt hatten, ging es dann noch in die Stadt zu den Afterpartys (natürlich nachdem wir eine halbe Stunde in der Buswarteschlange standen! Ich dachte eigentlich die Chienesen wären die Weltmeister im Anstehen. Nun haben sie auf jeden Fall harte Konkurrenz bekommen.) Dort haben wir es uns dann noch etwas weiter gut gehen lassen und am Do morgen sind wir dann zurück an die Sunny Coast, damit wir auch pünktlich zu unseren Kursen wieder da sind! Wäre Murphy nicht gewesen, wäre das auch nicht mehr notwendig gewesen!

Am Wochenende bin ich dann nun auch endlich in die mega-obercoole Welt der Surfer eingetaucht! An alle Buddies da draussen: Ich bin nun einer von Euch! Ähm, also wenn ich mich schon dazu zählen darf, nachdem ich 2 oder 3 mal fast auf dem Brett gestanden hatte… Aber wie ich das Board so über den Starnd getragen habe, war schon ziemlich professionell! Es hat auf jeden Fall trotzdem super Spaß gemacht. Gerade weil wir mit dem Adam (meinem australischen Vermieter) ein bisschen die Küste Richtung Noosa hochgefahren sind und den ein oder anderen netten Strand und Insider-Spot angesteurt haben. Aber anstrengend ist das… haleluja! Jetzt heißt es jedenfalls üben, üben, üben! Gleich morgen früh vor der Uni geht es weiter!

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Der zukünftige Surf Profi ! :)

(Für die Surfer: Natürlich habe ich nicht, wie auf dem Foto zu sehen auf einem Shortboard angefangen. Aber unsere Longboards waren pink…. und das kann man nun aus verständlichen Stylegründen wirklich nicht bringen. Ich freue mich schon damit morgen zum Starnd zu laufen…)

Zum Schluss ist dann noch ein kleiner Abschied zu verzeichen. Nesrin, eine Freundin von einer Kommolitonin aus Deutschland, die wie wir Mitte Juli angekommen ist und hier 4 Wochen Urlaub gemacht hat, ist nun wieder abgereist! Wünsche Dir von hier aus einen guten Start in Deutschland! Das Versprechen wurde somit eingelöst ;)

Nesrin und Ich

Nesrin und Ich

Fotos wurden ebenfalls aktuallisiert!

Take care !

Lennart

Verfasst von: lennartkrippner | August 4, 2008

Fotos aktualisiert

So, nun sind auch die Fotos aktualisiert… Es gibt eine Menge zu sehen !!

Verfasst von: lennartkrippner | August 3, 2008

Familienbesuch

So, nun sind meine Eltern auch schon wieder wech und der Unialltag hat mich wieder. Das verlängerte We mit meinen Eltern war sehr erlebnisreich! Aber da es galt den ein oder anderen Haken zu setzen (durchaus angenehme Haken) war es auch ein bisschen anstrengend. Zurück in alte Tage versetzt wurde ordnungsgemäß morgens zwischen 7-8 Uhr aufgestanden und der Tag angegangen (diese Form der Tagesgestaltung „Früh aufstehen, früh ins Bett“ ist in Australien aber auch durchaus verbreitet und macht in Anbetracht der Sonnenlaufbahn „früh aufgehen (ca. 5.30), früh untergehen (im Moment 18Uhr)“ auch durchaus Sinn. Nur liegt diese Mentalität leider nun mal gar nicht in meinem Rythmus…)
Wie dem auch sei. Meine Eltern, für Fr früh angekündigt, haben mich dann schon am Do Abend überrascht. Nach einer kleinen Unigelände-Tour und Kangaroos gucken (die bei uns frei auf dem Campus rumhüpfen), stand noch ein Abendessen auf dem Programm und dann haben sich Ma und Dad, aufgrund der langen Anreise und dem Jetlag auch schon in Ihren Camper zurückgezogen. Und auch ich musste schweren Herzens früh ins Bett und die wöchentliche Do-Abend-Uni-Party sausen lassen, da Fr früh noch eine Vorlesung anstand und direkt danach der Start zur Wochenendtour.
Als erster Stop stand Fraser Island auf dem Programm. Also haben wir uns am Fr von Mooloolaba auf den Weg nach Harvey Bay gemacht, wo wir unseren 4-Wheeler noch abholen mussten (4-Wheeler bedeutet hier nicht primär, dass das Auto 4 Räder hat (hatte es nebenbei gesagt aber auch!) sondern meint einen Allradantrieb). Ohne einen solchen Wagen hat man auf der größten Sandinsel der Welt (1600 km². Im Vergleich Sylt hat eine Fläche von 100 km²)keine Chance. Fr Abend noch kurz essen und ab ins Bett. Sa 5.30 klingelt der Wecker! Juchu! Voller Energie und Top motiviert ging es dann Richtung Fähre, die uns um 7.15 pünktlich auf die Insel bringt. Ankunft 8 Uhr und dann konnte das Vergnügen beginnen. Also ich habe wirklich schon viel auf Jahrmärkten und sonstigen Funparks erlebt, aber was es für einen Spaß bringt auf dieser Sandinsel mit einem Geländewagen durch die engen, sich durch den Wald schlängelnden Gassen zu heizen (eigentlich müsste ich bei 20-30 kmh den Terminus „schleichen“ verwenden. Dieser hätte mir aber den Satz kaputt gemacht!), ist schon echt Wahnsinn! Teilweise muss man über Meterhohe (auch in diesem Fall dürft Ihr gerne 50-60 cm abziehen) Kuppeln und Baumäste, um direkt danach durch einen Wassergraben zu heizen. Da es hier, wie ich bereits im letzten Bericht erwähnt hatte, von Di bis Do durchgehend geregnet hatte, gab es diese Wassergräben noch. Und der Sand war auch noch recht fest, ergo gut zum Fahren. Nachdem man sich dann durch die engen Gassen an malerischen Seen und anderen Ausblickpunkten von der West- auf die Ostküste durchgeschlagen hatte stand der Starndhighway zur freien Verfügung. Mit bis zu 80 khm (max. erlaubte Geschwindigkeit am Stand), kann man wohl sagen ich habe mich wie ein kleines Kind im Schokoladenparadies gefühlt! Auf dem Rückweg haben wir dann noch am Lake Mc Kenzie und Lake Birrabee halt gemacht. Ich habe bis jetzt noch nie so schöne Seen gesehen. Ich weiß nicht, ob meine Fotos den Eindruck vermitteln können, den ich dort hatte, aber das war wirklich mal ein netter Anblick.

Lake Birrabee

Lake Birrabee

Danach ging es dann wieder quer über die Insel zurück zur Ostküste, wo wir um 16 Uhr die letzte Fähre aufs Fetsland genommen haben.
(Im Zuge dieser erlebten Autofahrt habe ich die Theorie aufgestellt, dass alle chinesischen Taxifahrer das Fahren auf Fraser Island erlernt haben und zurück in der Ameisenstadt dann nur vergessen haben, das sie A: In China nicht mehr allein auf der Starße sind und B: wieder Asphalt unter den Rädern haben. Wer eine Diplomarbeit in diese Richtung verfassen möchte, darf mich gerne kontaktieren.)
Zusammenfassend kann gesagt werden Fraser Island ist ein Muss für jeden der sich mal in der Gegend aufhält! Vielleicht liegt meine Euphorie auch darin begründet, dass ich diesmal mit wenig Erwartungen an den kleinen Ausflug gegangen bin. Und was natürlich den Spaßfaktor um einiges erhöht, ist wenn man selbst fahren kann. Viele sitzen in einem Geländebus oder hinten in den Wagen drin und erleben nicht den Spaß den ich und Dad bei der Tour hatten (Ma hatte es dankend abgelehnt zu fahren ). Wenn wir auf unserer Tour im Dezember nochmal an Fraser vorbei fahren und sich die Gelegenheit bietet günstig einen Wagen zu mieten, bin ich auf jeden Fall nochmal mit von der Partie!
Am Sa ging der Wecker dann abermals um 6.30 Uhr, denn für diesen Tag war Wahle watchning angesagt. Voller Zuversicht bestiegen wir dann im Morgengrauen unseren Katamaran, von dem wir uns eine bessere Erfolgsquote versprachen und vom dem wir uns eine angenehmere Atmospähre erhofften, als mit 150 anderen Leuten auf einem Schiff den Tag zu verbringen. Der Nachteil war nur leider, dass es an diesem Tag so gut wie windstill war und der Katamaran seine Stärke nicht so ganz ausspielen konnte. Der Zusatzmotor, der wohl eigentlich eher für ein Schlauchboot gedacht war, brachte uns dann innerhalb von 4 Std an den Punkt, an den wir eigentlich wollten. Das A und O beim Wahlewatching ist im Endeffekt die Geschwindigkeit des Bootes auf dem man sich befindet. Denn wenn an einem Tag Wale unterwegs sind, wird diese Information eh von Boot zu Boot weitergegeben. Die halten da schon alle zusammen, damit sie Ihr täglich Brot verdienen. Wenn also eine Meldung kommt, gilt es möglichst schnell diese Stelle zu erreichen. Und es ist schon etwas frustrierend, wenn man am Horizont bereits 2 Boote bei der Beobachtung sieht und links und rechts auch die anderen noch an einem vorbeiziehen und einem selbst nur die Hoffnung bleibt, dass die Meeressäuger es heute hoffentlich nicht so eilig haben weiterzukommen. Zum Glück hatten die Wale an diesem Tag für uns den Sparschwimmmodus eingeschaltet (also ähnlich wie wir den Sparfahrmodus) und wir haben es auch noch geschafft uns rechtzeitig an Ihre Position zu begeben.

Es ist nur leider (natürlich auch vernünftig so!) nicht erlaubt sich den Walen unter 100 Metern zu nähern. Wenn man also die Buckel aus dem Wasser ragen sieht (bei unserem ersten Kontakt hatten wir 2 Buckelwale) nähert man sich auf 100 m, schaltet selbst den Motor auf Slowmotion (was bei uns eigentlich bedeutet hätte das wir gar nicht mehr vorangekommen wären :) ) begleitet die Wale ein bisschen und hofft, das sie sich von sich aus nähern um mal einen Blick auf die menschliche Spezies zu werfen. Einmal wäre es auch fast dazu gekommen, ca. 50 m vom Boot entfernt (man konnte die Schatten unter Wasser erkennen) haben sie sich dann aber doch umentschieden und sind wieder davongeschwommen. Schade! Viele andere Boote hatten an diesem Tag das Glück einen etwas näheren Blick zu erhaschen. Uns blieb dieser jedoch verwehrt. Nichtsdestotrotz haben wir an diesem Tag 4 oder 5 Wale gesehen (die Buckel, die Schwanzflossen und bei einem auch die Seitenflossen), Delphine und sogar 2 Wasserschildkröten! Auf der einen Seite war es schon beeindruckend Wale „erahnen“ zu können, auf der anderen Seite fand ich persönlich es schade, dass man nicht einmal die Chance hatte einen Blick auf die Ausmaße eines dieser gewaltigen Tiere zu bekommen. Und sei es dass sie nur unter Wasser mal nah am Boot vorbeischwimmen. Aber ich habe ja noch etwas Zeit. Vielleicht begebe ich mich zur Hochsaison (September, Oktober) ja nochmal auf ein Boot und bekomme dann die Chance einen aktiven, interessierten Kollegen anzutreffen. Gerade Buckelwale (die hier in Australien hauptsächlich anzutreffen sind) sind nämlich normalerweise die Aktiveren unter ihrer Art. Vielleicht hüpft ja mal einer für mich aus dem Wasser… ich werde es dann sicherlich berichten! Nach weiteren 3 Stunden Beobachtungen haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht… weiter 4 Stunden. Das Flair war wirklich nett auf dem Katamaran, auf jeden Fall angenehmer als auf einer großen Fähre, aber die Dauer war schon etwas ausschweifend.
Montag stand dann im Zeichen vom Crocodile Hunter! Im Australa Zoo dem Vermächtnis vom australischen Volkshelden Steve Irwin, wurde dann die weitere Tierwelten Australiens näher unter die Lupe genommen.

Australia Zoo

Australia Zoo

Gleich am Eingang stand ein Mitarbeiter des Zoos mit einem kleinen putzigen Koala. Dieser musste natürlich gleich erstmal gestreichelt werden. Schien ihn auch nicht sonderlich zu stören von den ganzen Leuten angefasst zu werden, da er  mehr oder weniger noch am schlafen war. Des weiteren mussten bevor die große berühmte Krokodilshow anstand noch Wombats (wer diese Tiere nicht kennt sollte sich auf jeden Fall den Link angucken. Die sind echt lustig!), Riesenschildkröten, Tiger, Elefanten, Krokodile, weitere Koalas und und und begutachtet werden. Im Gegensatz zum Beijing Zoo ist es schon eine Freude zu sehen, das die Tiere hier nahezu artgerecht gehalten werden! Die große Krokodilshow war dann aber nicht so der Bringer. Ich denke mit einem Steve Irwin wäre das schon eine andere Hausnummer geworden! Danach ging es dann in den Zooeigenen Streichelzoo. Und hier gab es dann, nicht wie bei uns Kühe und Ziegen, sondern Kangaroos zum anfassen. Auch recht entspannte Kollegen, die man da angetroffen hat! War schon ganz lustig ein Kangaroo wie einen Schoßhund streicheln zu können.
Am Finalentag durfte dann glatt mal bis 8 Uhr ausgeschlafen werden. War aber auch dringend nötig, da danach eine 5 Stündige Wanderung durch den Lamington Nationalpark (größter Subtropischer Regenwald Australiens) anstand. War eine interessante Erfahrung, da ich auf diese Art der Tagesgestaltung leider nicht eingestellt war. Da ich meine Wanderausrüstung in Deutschland vergessen hatte, blieb mir nichts anderes übrig als diese Tour in Baggy Jeans und Sneakern durchzuführen… gut das es die in China gekauften Adidas waren und somit mit einem max. Wertverlust von 5 Euro gerechnet werden konnte (da es geregnet hatte waren die Wege großteils matschig). Nach der Wanderung, bei der wir unzählige Riesenbäume, Lianen, ein wildes Wallaby und tolle Wasserfälle gesehen haben, haben wir die Möglichkeit genutzt im Tree-Top-Walk einen Einblick zu bekommen, wie es in den Baumkronen eines Regenwaldes aussieht.

Tree-Top-Walk

Tree-Top-Walk

Über eine Länge von ca. 200 m konnte man auf einerm Weg durch die Baumkronen wandern und an einer Stelle sogar ganz hoch in die Spitze eines Riesenbaums klettern (dort befand man sich dann 34 m über dem Boden). Auch wenn es sich spektakulärer anhört, als es im Endeffekt war, war die Aussicht von da oben schon nicht schlecht!
Nachdem mit diesem Haken der letzte Punkt auf der Liste erledigt war, hieß es sich Richtung Brisbane zum Flughafen zu begeben, da Ma und Dad dort am Mi um 6.00 Uhr weiter nach Alice Springs geflogen sind (sind dort auch gut angekommen. Habe vorgestern noch mit ihnen telefoniert).
Ich habe dann noch den Camper zurück gebracht und bin mit dem Bus wieder nach Hause an die Sunshine Coast gefahren. Dort angekommen, bin ich natürlich direkt in die Uni gefahren, um meine verpassten Kurse nachzuarbeiten (der Gesichtsausdruck des Autors an dieser Stelle wird für ewig geheim bleiben!).

Jetzt am We haben wir es uns dann richtig gut gehen lassen, und die Tage einfach mal Tage sein lassen. Sowohl Sa als auch So hatten wir strahlend blauen Himmel und perfektes Beachwetter! Das haben wir an beiden Tagen natürlich ausgiebig genutzt. Denn ab morgen geht schließlich der Ernst des Lebens wieder los. Auch wenn bei mir noch sehr gemächlich. Aber man muss wirklich schon einen Menge für die Kurse nebenher tun, damit man Anschluss halten kann. Und das wird ab morgen dann auch wieder getan!

Soweit von mir!
Hoffe in der Heimat geht es auch allen gut?! (habe gehört das das Wetter im Moment auch gut ist)

Bis die Tage

Lennart

@ Opa: Eine Beschreibung zu den Bildern gibt es auch. Am besten lässt Du Dir das mal von meinem Bruder oder meinem Vetter erklären! (wenn sie schon entdeckt haben, wie es geht)
@ Anne: Das es wieder mehr zu berichten gibt, zielte darauf ab, das wir an dem We so viel erlebt haben, worüber man schreiben kann. Und in der Uni nicht so viel weltbewegendes passiert.

@ Hans: Da freue ich mich, dass auch Dir die Berichte gefallen. Auch wenn es während des Studiums vielleicht nicht mehr so oft, so viel zu berichten gibt. Aber ich lasse bestimmt regelmäßig von mir hören!

@ Hannes: Glückwunsch! Ich wusste schon immer das Du ein großer wirst ;) Reservier schon mal ein Olympiaticket 2012 in London für mich!

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